Asche
zu Asche
Staub zu Staub

Ab und zu muss ich die Asche im Sitzofen entfernen. Gestern gab es wieder kein Verschieben mehr.
Vor einigen Tagen hörte ich im Radio eine Sendung über FährFrauen. Als ich deren Home-Page angeschaut hatte, wunderte es mich nicht, dass eben auch der Tod und die Beerdigung in Würde, in der heutigen Zeit und besonders in den „zivilisierten Ländern", immer mehr nur noch für finanziell privilegierte möglich sein wird.
Der Todesfall meiner Ex-Schwiegermutter oder der meines Kollegen im ...Oktober... sind für mich der Beweiss dafür. Beide wurden im engsten Familienkreis ohne Abdankung kremiert.
Da ich nicht so von der Erde gehen möchte, finde ich das ...Angebot... der FährFrauen gut, doch der Gedanke an ein Geschäft (Stunden-Ansatz CHF 120) hinterlässt bei mir einen bitteren Geschmack.
Nun habe ich mir fest vorgenommen, das Möglichste noch lebendig zu erledigen.
Denn für die Hinterbliebenen ist es eine schwierige und grosse Aufgabe, welche ich den Meinen ersparen möchte.
Jeder Tag könnte der letzte sein.
Staub zu Staub

Ab und zu muss ich die Asche im Sitzofen entfernen. Gestern gab es wieder kein Verschieben mehr.
Vor einigen Tagen hörte ich im Radio eine Sendung über FährFrauen. Als ich deren Home-Page angeschaut hatte, wunderte es mich nicht, dass eben auch der Tod und die Beerdigung in Würde, in der heutigen Zeit und besonders in den „zivilisierten Ländern", immer mehr nur noch für finanziell privilegierte möglich sein wird.
Der Todesfall meiner Ex-Schwiegermutter oder der meines Kollegen im ...Oktober... sind für mich der Beweiss dafür. Beide wurden im engsten Familienkreis ohne Abdankung kremiert.
Da ich nicht so von der Erde gehen möchte, finde ich das ...Angebot... der FährFrauen gut, doch der Gedanke an ein Geschäft (Stunden-Ansatz CHF 120) hinterlässt bei mir einen bitteren Geschmack.
Nun habe ich mir fest vorgenommen, das Möglichste noch lebendig zu erledigen.
Denn für die Hinterbliebenen ist es eine schwierige und grosse Aufgabe, welche ich den Meinen ersparen möchte.
Jeder Tag könnte der letzte sein.
sravana - 8. Jan, 16:43
miyelo - 9. Jan, 20:24
Würde
Nein, das stimmt nicht ganz. Ich wohne in Frankfurt am Main, also wirklich eine Großstadt und wir haben im vergangenen Herbst meinen Schwiegervater bestattet. Das geschah auf Wunsch meiner Schwiegermutter zwar sehr "sparsam", aber trotzdem sehr würdevoll und eindringlich. Wir haben alles selbst organisiert. Und so wie wir ihn wochenlang rund um die Uhr selbst gepflegt haben, haben wir ihn auch bestattet. Die Trauerfeier fand in einem sog. Trauerhaus statt und das ganze Drumherum haben wir selbst gestaltet. Das war sehr intensiv und trotz aller "Sparsamkeit" seitens der Schwiemu ein eindringliches Erlebnis. Wir haben auf diese Weise besser Abschied genommen als ich es bei anderen, pompösen Beerdigung erlebt habe, wo alles für viel Geld von außerhalb organisiert wurde.
LG - Elke /Miyelo
LG - Elke /Miyelo
sravana - 9. Jan, 23:12
etwa
so stelle ich mir eine Begleitung und eine Beerdigung vor. Ich habe vor mehreren Jahren in einer Vereinigung, ehrenamtlich bei Schwerkranken und -Sterbebegleitungen mitgeholfen.
Ich denke aber, dass dies immer weniger Menschen tun können in der Hektik der Zeit. Schön, dass du hier darüber geschrieben Hast.
Ich denke aber, dass dies immer weniger Menschen tun können in der Hektik der Zeit. Schön, dass du hier darüber geschrieben Hast.
oceanphoenix - 11. Jan, 08:33
Liebe Sravana,
was Elke beschreibt, klingt wirklich gut - ja, so würde ich es mir auch vorstellen. Ein trauriger Gedanke wär das, wenn eine würdevolle und auf den Menschen bezogene, ganz persönliche Bestattung von finanziellen Mitteln abhängt ... oder gar deswegen nicht möglich ist.
Deine Photos unten - von den kleinen Lämmchen, sind ja wunderschön ... würd es am liebsten gleich streicheln :) :)
Ganz viele liebe Grüße an dich,
Ocean
Deine Photos unten - von den kleinen Lämmchen, sind ja wunderschön ... würd es am liebsten gleich streicheln :) :)
Ganz viele liebe Grüße an dich,
Ocean
fata morgana - 11. Jan, 13:27
gestern nacht spät, habe ich im fernsehen etwas über einen "ruhewald" gesehen. es war interessant, es gibt ihn in der eifel. ein ganz normales großes stück wald - und man kann selbst oder als hinterbliebener sich einen baum aussuchen, unter dem man dann ruhen möchte (urne).
und obwohl ich mir um das "danach" noch keine gedanken mache, so etwas könnte ich mir vorstellen.
liebe sravana - hoffentlich hat es mit der eisigen schönheit geklappt ;-)
lieben gruß von antje
und obwohl ich mir um das "danach" noch keine gedanken mache, so etwas könnte ich mir vorstellen.
liebe sravana - hoffentlich hat es mit der eisigen schönheit geklappt ;-)
lieben gruß von antje
dnepr - 11. Jan, 22:11
totenwache
bezahlte greinweiber, also mein ding wäre das nicht. ich stehe da mehr auf das sargmodel papiertüte umweltbewusst und preiswert. aber in einem gebe ich dir recht man sollte das selbst regeln, noch zu lebzeiten. jeder so wie er es für sich am besten findet.
Du hast recht Sravana!
Viele stürzen sich in Schulden, nur um ihre Liebsten nicht wie Hunde verscharren zu lassen. Besonders in den Großstädten, werden horrende Preise verlangt und meist hat die Stadtverwaltung das Monopol darauf und man hat gar keine Alternative.
Meine Familie hat, schon von jeher, eine Sterbeversicherung abgeschlossen (schon in den jungen Jahren).
Ich wünsche dir, trotz des traurigen Themas, einen schönen Abend!